America's-Cup-Teams gründen neue Weltserie
Die wegen eines juristischen Streites zu einer unfreiwilligen Pause von zwei jahren im Americas Cup verurteilten Segelteams starten eine eigene Weltserie.
Die juristischen Streitigkeiten waren zwischen Alinghi und dem BMW Oracle Racing Team ausgebrochen.
Gesegelt wird die neue Weltserie auf den Yachten aus den Jahren 2007.
Diese Auskunft gab die erst kürzlich gegründete World Sailing Team Association (WSTA) bei einer Pressekonferenz.
Es ist geplant, dass die Louis Vuitton World Series im November 2009 in Nizza startet und im Jahr 2010 in asiatischen und amerikanischen Häfen fortgesetzt wird.
An der Series nehmen auch die bekannten Segelteams New Zealand und BMW Oracle Racing teil. Weiterhin sind acht weitere Teams zugelassen.
Unter den Teilnehmern befindet sich auch ein französisch-deutsches Team.
Diesem gehört Olympiasieger Jochen Schümann an, er verstärkt das ehemalige Cup-Team K-Challenge als Skipper und Sportdirektor.
Auch die Teilnahme weiterer Segler aus Deutschland wurden angekündigt.
"Zusammen mit Syndikatschef Stephane Kandler und Matchracer Seb Col wollen wir ein starkes Team aufbauen, frischen Wind und viel Leidenschaft in die Louis Vuitton World Series bringen", so die Aussage von Jochen Schümann.
Eine Segelcrew, die unter deutscher Flagge fährt, wird es nicht geben.
Man hatte die Teilnahme der Kernmannschaft der deutschen Yacht Container von Udo Schütz geplant, die von Markus Wieser gesteuert werden sollte.
Auch die Rückkehr von United Internet war im Gespräch, allerdings entschied man sich dann doch gegen eine Rückkehr.
"Das ist schade, ich hätte es gern gemacht, aber die Entscheidung ist aus Unternehmenssicht verständlich.
Die neue Weltserie findet hauptsächlich in Asien und USA statt. Mit Nizza gibt es in diesem Jahr im November nur einen europäischen Austragungsort.
Das macht für United Internet wenig Sinn.", so das Statement von Michael Scheerensagt, der Manager von United-Internet-Team-Germany.